Brücke ins Klassenzimmer (BIK)

Projektträger: S.P.U.N.K. gGmbH, Berlin
Projektlaufzeit: 16.04.2026 – 15.04.2027
Projektort: Paul-Schneider-Haus, Berlin-Spandau

Warum das Projekt wichtig ist

Viele geflüchtete Jugendliche warten nach ihrer Ankunft in Berlin wochenlang auf einen Schulplatz. In dieser Zeit fehlt oft Struktur, Sprachpraxis und soziale Einbindung. Gerade ältere Jugendliche geraten schnell ins Abseits.

Ohne gezielte Unterstützung entstehen Bildungsbrüche, soziale Isolation und schulische Überforderung. Genau hier setzt das Projekt „Brücke ins Klassenzimmer“ an.

Wen wir erreichen

Das Angebot richtet sich an Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren aus Berliner Gemeinschaftsunterkünften sowie an Schülerinnen und Schüler aus Willkommensklassen mit besonderem Förderbedarf oder Anschlussschwierigkeiten.

Pro Termin nehmen etwa 12 Jugendliche teil. Durch die offene Struktur können im Projektzeitraum insgesamt rund 30 bis 40 Jugendliche erreicht werden.

Unsere Ziele

Das Projekt verfolgt fünf zentrale Ziele:

  • Verbesserung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit
  • Vorbereitung auf den Übergang in den Regelunterricht
  • Förderung sozialer Kompetenzen und Konfliktfähigkeit
  • Stärkung von Selbstvertrauen und Zugehörigkeit
  • Nachhaltige Anbindung an Bildungs- und Freizeitangebote im Bezirk

Wie wir arbeiten

Einmal pro Woche findet ein 3,5-stündiges Gruppentreffen mit zwei Fachkräften statt.
Das Angebot verbindet systematisch:

Sprachförderung (ca. 1 Stunde)
Alltagsnah, dialogisch und digital unterstützt.
Sozialraumorientierte Kompetenzförderung (ca. 2,5 Stunden)
Gemeinsames Kochen, Sportangebote, Ausflüge, Bibliotheksbesuche sowie Kooperationen mit Schulen, Jugendclubs und weiteren lokalen Einrichtungen.

Sprache wird nicht isoliert vermittelt, sondern im gemeinsamen Handeln angewendet und gefestigt. Die Jugendlichen werden aktiv in Planung und Gestaltung einbezogen.

Ergebnisse und Wirkung

Angestrebt werden messbare Fortschritte im Wortschatz und in der kommunikativen Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig soll die schulische Anschlussfähigkeit verbessert werden.
Auf sozialer Ebene werden stabile Peer-Beziehungen, geringere Rückzugstendenzen und eine verbesserte Konfliktfähigkeit erwartet.
Die Evaluation erfolgt über Sprachstandbeobachtungen, fortlaufende Dokumentation sowie standardisierte Fragebögen.

Nachhaltigkeit und Perspektive

Das Projekt schafft eine verlässliche Brücke zwischen Unterkunft, Sozialraum und Schule. Durch enge Kooperationen im Bezirk wird eine dauerhafte Anbindung an bestehende Bildungs- und Freizeitstrukturen ermöglicht.
Eine Anschlussfinanzierung über bezirkliche Integrationsmittel ist vorgesehen.

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